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Chronik des Ortsvereins

1887

28 Jahre nach der Schlacht von Solferino gründeten hilfsbereite, sozial engagierte Frauen, mit der Unterstützung der Familie Spek, den „Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz“ in Mühlhofen. Als Ortsverein des damaligen Badischen Frauenvereins begannen sie erstmals in der Gemeinde, die Idee Henry Dunants zu verwirklichen. Damit hatte das Rote Kreuz in Mühlhofen seinen Einzug genommen.

Aus ihrem inneren Bedürfnis heraus, aus Nächstenliebe und Verantwortung haben sich die Frauen zusammengeschlossen, Not leidenden Mitmenschen zu helfen.

Erste Präsidentin des neuen Vereins war Frau Pauline Aicham-Renner. Die Aufgaben waren vielseitig. Neben dem Schwerpunkt der Kranken- und Wohlfahrtspflege, galt es auch die Wöchnerinnen zu unterstützen und betreuen. Genau dieser „Politik des Herzens“ schlossen sich auch die Gemeindeangehörigen an. Durch großzügige Spenden der Bevölkerung, vor allem durch die Familie Spek, konnte auch mit finanziellen Zuwendungen geholfen werden.

1889

Zwei Jahre später wurde im Nachbarort Oberuhldingen unter Frau Auguste Heilig gleichfalls ein Frauenverein gegründet. Gemeinsam wurde die Ausbildung einer Krankenpflegerin unterstützt, die dann ihre Tätigkeit 1890 für beide Vereine aufnahm.

Als in Mühlhofen die Schule errichtet wurde, übernahm der Verein die Beaufsichtigung des Handarbeitsunterrichts. Er finanzierte und organisierte für die weibliche Jugend Kurse in Säuglings- und Krankenpflege sowie in Kochen, Nähen, Flicken und Bügeln.

Aber auch die Geselligkeit wurde gepflegt und mindestens einmal im Jahr traf man sich zum Kaffeekränzchen und das nicht nachmittags, sondern abends, meist verbunden mit einer Theateraufführung.

1903

Die Mitgliederzahl im Frauenverein ist auf 60 angewachsen.

Sie waren stolz, dass es ihnen gelungen ist, in Mühlhofen eine eigenständige Schwesternstation aufzubauen

1911

Männer aus dem Turnverein Mühlhofen ließen sich in einem Sanitätslehrgang in Meersburg ausbilden. Sie schlossen sich zu einer Sanitätsgruppe zusammen, wurden Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes und traten der Sanitätskolonne Meersburg bei.

Gemeinsam leisteten sie in Mühlhofen einen großen Beitrag für die Unfallhilfe. In Erste-Hilfe-Kursen gaben sie ihre Kenntnisse an die Bevölkerung weiter. Im 1. Weltkrieg wurden viele von ihnen als Soldaten oder Sanitäter eingezogen.

1914 bis 1918

Der Frauenverein hat in all den Jahren viel Sozialarbeit zur Linderung großer Not geleistet. Unvergessen ist nicht nur das Sammeln von Geld- und Sachspenden für die verwundeten Soldaten, sondern vor allem die Betreuung der Soldaten und deren Angehörige während des 1. Weltkrieges.

Gründungsmitglieder der Sanitätsgruppe im Jahre 1916

Kopie: K. Heim

Im Jahre 1916 trafen sich freiwillige aus Meersburg und Mühlhofen und gründeten die erste Sanitätskolonne.

1922

Rotkreuzkameraden, die den 1. Weltkrieg überstanden hatten und bereits 1911 in der Sanitätskolonne Meersburg ihren Dienst taten, gaben den Anstoß zur Gründung einer Sanitätskolonne in Mühlhofen. Die Gründung mit 15 Mitgliedern fand am 01.08.1922 statt.

Neu hinzugekommene Idealisten aus den Orten Unteruhldingen, Oberuhldingen, Grasbeuren und Schiggendorf schlossen sich an und die Mitgliederzahl der Aktiven wuchs bereits in den kommenden Jahren auf 30 an.

Die Sanitätskolonne Mühlhofen stand 26 Jahre unter der Leitung von Wilhelm Pettendorfer sen., der großes Ansehen hatte. Die ersten Übungsabende und Besprechungen fanden in der Wohnung des Kolonnenführers statt, anschließend im Bürgersaal und in einer Wohnung der Familie Spek in der Grasbeurer Straße.

Die Ausbildung der Helfer stand fortan im Mittelpunkt der Rotkreuzarbeit und wurde sachgemäß vom Kolonnenarzt Dr. Hermann Müller, bis 1948, ausgeübt.

1932

Die ersten Kolonnenhelferinnen Paula Gessler, Elisabeth Simon, Paula Graf und Hilda Haas wurden ausgebildet.

Auch das Festen und Feiern wurde damals verstanden und so gab es einen Umzug zum 10jährigen Bestehen der Sanitätskolonne Mühlhofen.

1934

Bei der Neugliederung des Deutschen Roten Kreuzes wurde die Sanitätskolonne Mühlhofen mit 9 Helferinnen und 46 Helfer der Bereitschaft Meersburg als Zug zugeteilt. Kolonnenführer Wilhelm Pettendorfer sen. wurde Zugführer.

1936

Zwei Jahre später stand der Frauenverein mit seinen 83 Mitgliedern vor der Entscheidung, sich aufzulösen oder sich der damaligen NS-Frauenschaft anzuschließen. Die Entscheidung fiel jedoch zugunsten des Roten Kreuzes aus und der Verein erhielt daraufhin eine neue Satzung.

50 Jahre Frauenverein im Jahre 1937

Kopie: K. Heim

Im Jahre 1937 feierte der Frauenverein sein 50 jähriges Bestehen.

1939 bis 1945

Im 2. Weltkrieg wurden viele Rotkreuzhelfer zu den Waffen oder zum Heeressanitätsdienst eingezogen.

In dieser Zeit waren die weiblichen Kolonnenhelferinnen unentbehrliche Einsatzkräfte und es wurde viel Arbeit im Dienste der Nächstenliebe und für das Rote Kreuz geleistet.

Nach dem 3. Reich wurde das Rote Kreuz offiziell von der französischen Besatzung verboten, aber die Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes standen kranken und verunglückten Mitmenschen jederzeit hilfsbereit zur Seite.

Nach dem 2. Weltkrieg, der auch große Lücken in den Reihen der Sanitätskolonne hinterließ, begann ein schwieriger Wiederaufbau.

Wilhelm Pettendorfer sen. und seine treuen Rotkreuzler setzten sich tatkräftig für eine Neugründung des Roten Kreuzes ein.

1948

Am 07.03.1948 wurden der ehemalige Frauenverein, die Sanitätskolonne und deren passive Mitglieder, unter dem Namen „Badisches Rotes Kreuz Ortsverein Mühlhofen“, neu zusammengefasst.

Bei der Gründungsversammlung im Gasthaus „Kreuz“ wurde über die Aufgaben des neuen Roten Kreuzes gesprochen. Der Aufbau war überschattet von der großen Not, die überall herrschte. Nach der schrecklichen Zerstörung Deutschlands und den daraus resultierenden Folgen, zählte die Wohlfahrtspflege zu den, wie es damals hieß, „vornehmsten Pflichten“.

Wilhelm Pettendorf jun. übernahm 24 Jahre lang die Bereitschaftsleitung. Als Bereitschaftsarzt fungierte 32 Jahre Dr. Franz Moser, dem der Hauptverdienst an dem guten Ausbildungsstand der Aktiven in der Bereitschaft zukam.

Die rund 150 aktiven und passiven Mitglieder kamen aus den Gemeinden Mühlhofen, Unteruhldingen, Oberuhldingen, Grasbeuren, Schiggendorf. Neu dazu kamen die Gemeinden Baitenhausen und Deisendorf.

Der Wiederaufbau des aktiven Sanitätsdienstes begann und die wöchentlichen Unterrichtsstunden wurden von Dr. Moser gehalten.

Da es noch kein Rotkreuzheim gab traf man sich im Gasthaus Kreuz und später dann im Sanitätsraum der von Fam. Speck zur Verfügung gestellt wurde.

1948 wurde auch eine Tradition fortgeführt, die der Frauenverein 1899 ins Leben gerufen hatte. Das Theater spielen. Im vollbesetzten Sternensaal fand die erste Weihnachtsfeier mit Theateraufführung statt. Zur Aufführung kam das Stück „Am Felsenkreuz“ sowie das Lustspiel „Die zwei Lügner“. Und es sollten noch viele folgen.

 

Da in den folgenden Jahren angesichts des zunehmenden Straßenverkehrs die Aufgaben der Bereitschaft wuchsen, wurden in den zum Bereich des Ortsvereins zählenden Nachbargemeinden Unfallhilfestellen eingerichtet und die Gründung von Rot-Kreuz-Klassengemeinschaften in den Schulen in die Wege geleitet.

Das Haus Pettendorfer war 50 Jahre Unfallhilfestelle im Ortsteil Mühlhofen. Wilhelm Pettendorfer sen. und jun. standen Verunglückten zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Laut Statistik wurden bis zu 400 Erste-Hilfe-Leistungen jährlich registriert. Ebenso als Unfallhilfestelle bekannt war die Bäckerei des Bereitschaftmitglieds Heinz Strobel an der Kreuzung in der Ortsmitte Mühlhofens.

1949

Die in verstärktem Maße durchgeführte Werbung neuer Mitglieder waren von gutem Erfolg. Die Bereitschaft wuchs auf 41 männliche und 29 weibliche Mitglieder an.

In den kommenden Jahren wurde besondere Aufmerksamkeit auf die Betreuung der älteren Generation gelegt. Dazu zählte der Besuch armer, kranker und alter Mitmenschen, die im Bereich des Ortsvereins wohnten. Dies beinhaltete auch ein Besuch an Weihnachten mit einer kleinen Weihnachtsgabe. Diese Besuche wurden größtenteils von Elisabeth Uhl übernommen.

1951

Die erste Jugendgruppe des Kreisvereins Überlingen wurde in Mühlhofen gegründet.

1954

Mit dem Wiederaufbau wuchsen auch die Aufgaben der Bereitschaft. Durch die enorme Entwicklung des Straßenverkehrs waren im Jahr 1954 387 Erste-Hilfe-Leistungen registriert.

1955

Die Bereitschaft musste den Sanitätsraum, der von der Familie Spek zur Verfügung gestellt wurde, räumen. Die Geräte und das Verbandsmaterial wurden in der Scheune des Bereitschaftsleiters Wilhelm Pettendorfer jun. eingelagert.

1956

Dem enormen Aufschwung der Bereitschaft stand als Hindernis das Fehlen eines geeigneten Übungsraums entgegen. 1956 wurde der Bau eines eigenen Heims in der Hohlgasse beschlossen.

1957

10% der Bevölkerung gehörten als aktive oder passive Mitglieder dem Roten Kreuz an. Damit war sie, der Bevölkerungszahl nachberechnet, die stärkste Bereitschaft in Südbaden.

1958

Am 12. Juli 1958 fand in der Schule in Mühlhofen der erste Blutspendetermin statt. Die Helferinnen und Helfer waren stolz 104 Blutkonserven an den Blutspendedienst Baden-Baden übergeben zu können.

Die Einweihung des Rotkreuzheims am 31. August war ein besonderer Meilenstein in der Geschichte des Ortsvereins.

Durch zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung und fleißige Mitarbeit der Aktiven und Jugendrotkreuzler war es gelungen, auf gemeindeeigenem Grund ein eigenes Heim und Haus zu schaffen.

Die Kosten betrugen damals 11.430,00 DM.

1959

Am 31. Mai 1959 fand die erste Alarmübung in Oberuhldingen statt. Der Übungsgedanke war ein Eisenbahnunglück an der Einfahrt beim Bahnhof in Oberuhldingen mit 16 Verletzten. Die 40 aktiven Helferinnen und Helfer sowie 16 Jugendrotkreuzler wurden dabei vom Bereitschaftsarzt Dr. Moser unterstützt.

In diesem Jahr trafen sich erstmals die über 70jährigen dicht gedrängt zum ersten Altennachmittag (heute Seniorennachmittag) im Rotkreuzheim, der vom Jugendrotkreuz organisiert wurde.

1960

Rudolf Busam wurde in der Generalversammlung einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1962

Zum 75jährigen Jubiläum organisierte der Ortsverein unter der Mitwirkung der Bereitschaften Meersburg, Überlingen, Sipplingen, Pfullendorf und Salem eine Schauübung mit einer Flugzeugatrappe in realer Größe.

Da das Rotkreuzheim zu klein wurde, fand ab diesem Jahr der Altennachmittag im großen Schulsaal in der Schule in Mühlhofen statt.

1963

Ein seltenes Naturereignis war in diesem Jahr die Seegfrörne. Auch hier stellte die Bereitschaft an den Wochenenden einen Sanitätswachdienst.

1965

Die Bereitschaftsmitglieder organisierten mit ihren eigenen Pkws eine Ausfahrt für die über 65jährigen Mitbürger zum Illmensee.

Auf Grund der Resonanz wurde ab dem kommenden Jahr zusätzlich ein Omnibus eingesetzt.

Im Mai unterstützte eine Abordnung der Bereitschaft die Kameraden aus Salem beim Sanitätswachdienst anlässlich des Besuches der englischen Königin Elisabeth II.

Das 1. Verbandszelt wurde angeschafft.

1966

Zweiter Altennachmittag mit Ausfahrt. Da die Resonanz seitens der Bevölkerung so groß war, wurde zusätzlich zu den PKWs ein Omnibus der Familie Reimann organisiert.

1967

Im Sommer wurde die weibliche Bereitschaft mit einem blauen Kostüm und die männliche Bereitschaft mit einem hellgrauen Anzug eingekleidet.

1969

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinden des Einzugsgebietes wurde ein Anhänger für den Katastrophenschutz angeschafft. Mit ihm konnte nun das Hilfsmaterial, das Notstromaggregat und die Beleuchtung transportiert werden.

1971

Die Bereitschaftsmitglieder erhielten einen neuen Arbeitsanzug (graue Latzhose und Jacke) und einen Schutzhelm.

Walter Bühler wurde als neuer Vorsitzender gewählt. Er löste Rudolf Busam ab, der nach 10jähriger Amtszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Ebenfalls in diesem Jahr gründete Bereitschaftsleiter Wilhelm Pettendorfer den Seniorenclub des Roten Kreuzes.

1972

Seit dem Gemeindezusammenschluss am 01.01.1972 führt der Ortsverein die Bezeichnung „DRK Ortsverein Uhldingen-Mühlhofen“.

In diesem Jahr gab es einen Wechsel in der Bereitschaftsleitung. Nach 50jähriger Dienstzeit, davon 24 Jahre als Bereitschaftsleiter, gab Wilhelm Pettendorfer jun. dieses Amt an Hermann Strobel ab. Die weibliche Bereitschaftsleitung übernahm Tilla Bödecker.

Wilhelm Pettendorfer wurde zum Ehrenbereitschaftsleiter ernannt. Die Betreuung der älteren Mitbürger führte er, als Leiter des Seniorenclubs, mit großem Engagement weiter und gründete eine Seniorengymnastikgruppe.

1973

Mit Karl Dreher an der Spitze wurde das Jugendrotkreuz wieder gegründet.

1977

Es herrschte große Freude bei den Bereitschaftsmitgliedern, als das 1. Einsatzfahrzeug (KR1) angeschafft wurde.

Die Räumlichkeiten am Rotkreuzheim waren für einen Fuhrpark nicht ausgelegt, deshalb wurde in unmittelbarer Nähe bei der Wagnerei Fischer eine Garage angemietet.

1979

Gertrud Burkert wurde in der Jahreshauptversammlung am 10. März als Schriftführerin verabschiedet und Brigitte Haller als ihre Nachfolgerin gewählt.

1980

Dr. Franz Moser wurde mit der Ernennung zum Ehrenbereitschaftsarzt für seine 32jährige Tätigkeit und seine großen Verdienste als Bereitschaftsarzt verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Dr. Olaf Harder gewählt.

Der VW-Bus (KR1) wurde mit einem 4m-Funkgerätes FUG8B ausgestattet.

1981

Für seine hervorragenden Verdienste und sein Engagement im Roten Kreuz wurde Wilhelm Pettendorfer jun. das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die Bereitschaften Salemertal und Uhldingen-Mühlhofen bilden den neuen Sanitätszug des Kreisvereins Überlingen.

1982

Das 60jährige Bereitschaftsjubiläum wurde mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Festakt in der Turnhalle Mühlhofen gefeiert.

1983

Ein weiterer VW-Bus wurde als Mannschaftsfahrzeuges für die Bereitschaft angeschafft.

1984

Maria Meyer wurde in der Jahreshauptversammlung als neue Bereitschaftsleiterin gewählt.

1985

Das DRK-Heim wurde renoviert. Folgende Arbeiten wurden von den aktiven Helferinnen und Helfer durchgeführt:
Installation einer Elektro-Heizung, Einbau neuer Fenster, Isolierung der Außenwände, Renovierung des Schulungsraums, des Flurs und der Toilette.

Daneben betreute die Bereitschaft auch die vor einigen Jahren durch den Kreisverband erworbene DRK-Halle in der Hallendorferstraße. Auch hier wurden Umbauarbeiten durch die Mitarbeit der Bereitschaftsmitglieder unterstützt.

1986

Die Bereitschaftsmitglieder nehmen Abschied von ihrem Gründungsmitglied Wilhelm Pettendorfer jun., der von 1948-1972 als Bereitschaftsleiter und ab 1972 als Leiter des Seniorenclubs tätig war.

1987

Bereitschaftsleiter Hermann Strobel wurde in der Jahreshauptversammlung von Seiner Königlichen Hoheit Max Markgraf von Baden mit der „Großherzogin Luise von Baden“-Verdienstmedaille ausgezeichnet.

„100 Jahre DRK-Uhldingen-Mühlhofen“. Dieses Jubiläum wurde mit einem Festakt und einem Benefizkonzert in der Lichtenberghalle würdig gefeiert. Der Festgottesdienst in Mühlhofen und ein anschließender Frühschoppen in der DRK-Halle am nächsten Tag rundeten das Jubiläum ab.

Walter Bühler und Hermann Strobel wurden von der Gemeinde mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg für besondere Verdienste ausgezeichnet.

1989

Im Juni nahm die Bereitschaft Abschied von Dr. Franz Moser.
Mehr als drei Jahrzehnte betreute er die Bereitschaft und erwarb sich mit der intensiven Aus- und Fortbildung der Helferinnen und Helfer große Verdienste.

Beim Bundeswettbewerb in Heppenheim vertrat die Wettkampfgruppe aus Uhldingen-Mühlhofen das Badische Rote Kreuz und belegte dabei einen erfolgreichen 3. Platz. Diese hervorragende Platzierung nahm Seine Königliche Hoheit Max Markgraf zum Anlass, die Wettkampfgruppe und die Vorstandschaft zum einem Empfang einzuladen. Als sichtbare Anerkennung verlieh er der Gruppe das neu geschaffene „Helferabzeichen in Silber“ des DRK Kreisverband Bodenseekreis.

Aufgrund der Grenzöffnung und der darauffolgenden Flüchtlingswelle, wurde vom Landratsamt beschlossen, auch in Uhldingen-Mühlhofen ein Notquartier für Übersiedler einzurichten. 100 Personen wurden 9 Tage lang in der Lichtenberghalle vom DRK versorgt und betreut.

1990

Doris Strobel wurde zur neuen Bereitschaftsleiterin gewählt.

Beim deutschen Feuerwehrtag in Friedrichshafen rückte die Bereitschaft Uhldingen-Mühlhofen mit den Kameraden aus Salem als Sanitätszug 2 aus. Sie konnten, mit der Unterstützung von Fr. Dr. Link und Hr. Dr. Schelle, 48 Patienten ärztlich versorgen und betreuen.

1991

Frau Dr. Gyanatshang-Moser übernahm das Amt der Bereitschaftsärztin.

Ein Angebot der Gemeinde für den Erwerb des Grundstücks in der Hohlgasse über 10.000,00 DM lag vor. Die Vorstandschaft beschloss das Grundstück zu kaufen. Dies war allerdings nicht möglich, da der Ortsverein zuvor den Zusatz „e.V.“ beantragen musste.

Seniorenclubleiterin Maria Bodenmüller wurde in der Jahreshauptversammlung verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wurde Irmgard Müller.

Große Trauer herrschte in den Reihen der Bereitschaftsmitglieder über den plötzlichen Tod ihres Bereitschaftsleiters Hermann Strobel.

1995

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Klaus Groth zum neuen Bereitschaftsleiter gewählt.

Im November wurde der Sanitätszug 2 des Bodenseekreises, der aus den Bereitschaften Salem und Uhldingen-Mühlhofen bestand, aufgelöst.

Die letzte Theateraufführung fand im Dezember in der Turnhalle Mühlhofen statt. Aus baulichen Gründen wurde die Turnhalle geschlossen. Somit endeten nach 48 Jahren die Theateraufführungen, da kein geeignetes Gebäude zur Verfügung stand.

1996

Auf dem Gelände des Kreisverbandes wurden drei Garagen für den Fuhrpark aufgestellt.

Anstelle des aufgelösten Sanitätszuges wurden „Multifunktionale Einheiten“ gebildet. Die Bereitschaften Salemertal und Heiligenberg sowie die Bereitschaften Uhldingen-Mühlhofen und Sipplingen arbeiteten zusammen. Die Leitung übernahm Doris Strobel.

In einer Vorstandssitzung wurden erste Gespräche über das Thema DRK Uhldingen-Mühlhofen als eingetragener Verein geführt.

Die Haussammlung wurde erstmals mit einem persönlichen Anschreiben und Überweisungsträger an alle Mitbürger durchgeführt.

1997

„40 Jahre Rotkreuzheim in Mühlhofen“

Mit allen Bauhelfern von damals traf man sich zu einem Sektempfang und zu einer Besichtigung des Rotkreuzheimes. Anschließend fand ein gemütliches Beisammensein in der Schule in Mühlhofen statt.

Ab dem Blutspendetermin im November werden die Blutspender statt mit einem Vesperteller, mit einem Büfett und einem Kuchenbüfett bewirtet. Außerdem wurde für die Kinder eine Spiel- und Bastelecke eingerichtet.

1999

Es wurden ein Sanitätsanhänger, ein Technikhänger und ein weiterer VW-Bus als Mannschaftsfahrzeug angeschafft.

An Silvester standen die Helferinnen und Helfer in telefonischer Rufbereitschaft. Es wurden chaotische Zustände in Sachen „Technik“ vorausgesagt. Aber der Jahrhundert- und Jahrtausendwechsel verlief reibungslos und katastrophenfrei.

2001

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 16. März wurde Walter Bühler für seine 30jährige Amtszeit als Vorstand besonders geehrt.

2002

Uli Brandstetter leitete die Jahreshauptversammlung für den erkrankten Vorsitzenden Walter Bühler. Er stellte dabei die geänderte Ortsvereinssatzung vor, welche einstimmig angenommen wurde.

In der Mitgliederversammlung des DRK Kreisverbandes Überlingen am 5. Juni in Altheim wurde einstimmig die Verschmelzung der Kreisverbände Friedrichshafen und Überlingen besiegelt und somit der Übertritt vom Badischen zum Württembergischen Landesverband vollzogen.

Im September 2002 wurde das Jugendrotkreuz neu gegründet.

Am 7. November stand es schwarz auf weiß im Vereinsregister. Der DRK-Ortsverein Uhldingen-Mühlhofen ist ein „eingetragener Verein“ (e.V.).

2003

Bei seiner Verabschiedung wurde Walter Bühler nach32 Jahren Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hans Mroczek wurde sein Nachfolger.

Unser Ortsverein im Jahre 2003

Foto: K. Heim

2004

Die Bereitschaft ist jetzt im Besitz eines AED zur Wiederbelebung bei Herzkammerflimmern.
Nach dem Neujahrsempfang der Gemeinde präsentierten wir der Öffentlichkeit den Einsatz und die Handhabung des Gerätes.

2005

Ab diesem Jahr werden 4 Blutspendetermine im Jahr organisiert.

Gleich zu Beginn des Jahres beteiligten sich die Bereitschaftsmitglieder an der bundesweiten Sammelaktion des Roten Kreuzes für die Flutopfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien.

Im Juni fand die Katastrophenschutzübung Kater 05 zeitgleich im ganzen Bodenseegebiet statt. Sämtliche unterschiedliche Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Die Bereitschaften Salem, Sipplingen und Uhldingen-Mühlhofen wurden zu einem schweren Autounfall zwischen Efrizweiler und Markdorf alarmiert.

Eine Herausforderung in diesem Jahr war die Suche nach einer größeren Räumlichkeit. Während der Sanitätsausbildung hatte sich gezeigt, dass bei der derzeitigen Bereitschaftsstärke

(14 männliche und 16 weibliche Mitglieder) der Schulungsraum im DRK-Heim zu klein ist. Das Angebot des Kreisverbandes die Räumlichkeiten in der DRK-Halle zu nutzen, wurde gerne angenommen. Das Jugendrotkreuz mit seinen 49 Mitgliedern wurde im Feuerwehrhaus Mühlhofen untergebracht.

2006

Seit diesem Jahr ist das DRK in die Einsatzeinheit West des Bodenseekreises eingebunden und arbeitet und übt künftig eng mit den DRK Bereitschaften Überlingen, Salemertal, Heiligenberg, Deggenhausertal und Tettnang zusammen.

Die Einsatzeinheit West rückt nun gemeinsam bei Großschadensereignissen, Naturkatastrophen, Suchaktionen oder bei Amokeinsätzen überregional aus.

2007

Aktion „Alle für Einen – Hilfe für Roland“

Das aktive Mitglied Roland Müller war dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen. Weder in der Knochenmarkspenderdatei noch in seiner großen Familie konnte ein passender Spender gefunden werden. Gemeinsam mit dem Narrenverein Mühlhofen wurde in Zusammenarbeit mit der Blutspendezentrale Ulm eine Typisierungsaktion organisiert, die durch Spendengelder finanziert werden musste. Jede einzelne Typisierung kostete 50,00 Euro. Zahlreiche Vereine und Gruppierungen führten spontane Veranstaltungen zu Gunsten dieser Aktion durch. Durch die ganze Gemeinde ging ein Ruck. Die Anstrengungen und Bemühungen der letzten Wochen zahlen sich am Typisierungstag aus. 705 Bürgerinnen und Bürger ließen sich typisieren.

Bei all den Erfahrungen die gemacht wurden, wurde auch klar, dass jede Typisierung nicht nur für Roland eine Chance war, sondern für alle die auf eine Stammzellenspende angewiesen sind.

Seniorenclubleiterin Irmgard Müller wurde verabschiedet, ein Nachfolger wurde nicht gefunden.

2008

50jähriges Jubiläum beim Blutspenden. Es wurden in 94 Spendeterminen 19.313 Blutkonserven gespendet. Der DRK Ortsverein bedankte sich und verloste unter allen Spendern Essensgutscheine und Karten für das Jazzfestival.
Fahrzeugeinweihung unseres Multi-Funktions-Fahrzeug anläßlich des Seniorennachmittags am 26.10.  nach gut 10 Jahre wartezeit.
Es war nicht nur ein positives Jahr in dem unser großer Wunsch ein neues Fahrzeug in Erfüllung gegangen ist sondern auch ein trauriges.
Der Tod unseres Ehrenvorsitzenden Walter Bühler kam für uns alle überraschend. 32 Jahre lang war er unser 1. Vorsitzender und väterlicher Freund der uns stets mit Rat und Tat zu Seite stand.  Er hatte in seiner Amtszeit viel Neues und Positives erreicht. Er legte nicht nur den Grundstein einer eigenen Satzung, so dass wir nun ein eingetragener Verein sind, sondern war auch wesentlich bei der Anschaffung unseres ersten Fahrzeuges und unseres Multi-Funktions-Fahrzeugs beteiligt.

2009

Dr. Karoline Ambraß und Detlev Ambraß wurden als Bereitschaftsärzte gewählt und lösten damit Frau Dr. Gyanatshang-Moser ab.

2010

Anlässlich der Jahreshauptversammlung werden Roswitha und Daniel Avemaria, Heinz Strobel, Maria Meyer und Annemarie Wiest zu Ehrenmitgliedern ernannt.

2011

Weitere Gespräche und Verhandlungen mit der Gemeinde über eine neue Unterkunft fanden statt.
Eine finanzielle Unterstützung für das Bauprojekt wurde von der Gemeinde zugesichert.

Durch die Anschaffung von 10 Funkmeldeempfängern kann die Schnelleinsatzgruppe nun direkt von der Leitstelle für Einsätze angefordert werden.

Gemeinsam mit der Bereitschaft Meersburg rückt die Schnelleinsatzgruppe nun bei Alarmeinsätzen aus und decken gemeinsam den Raum Meersburg, Daisendorf, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen ab.

Hans Mroczek erhielt bei der Jahreshauptversammlung die Landesehrennadel Baden-Württemberg.

„Eigentliches Jubiläumsjahr - 125 Jahre DRK Uhldingen-Mühlhofen“

Auf Grund des Bauvorhabens fiel der Entschluss, das Jubiläum um ein Jahr zu verschieben. Die Jubiläumsfeierlichkeiten sollten mit der Einweihung des neuen DRK-Heims zusammen begangen werden. In der Alten Fabrik in Mühlhofen fand eine interne Feierlichkeit unter den Bereitschaftsmitgliedern statt.

2012

Bürgermeister Edgar Lamm und Ortsvorsitzender Hans Mroczek unterzeichneten den Erbbaupachtvertrag für das Grundstück im Kanalweg für den Bau des DRK-Heims.

Unsere Mitglieder im Jahr 2012

Foto. DRK Uhldingen-Mühlhofen

2013

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde wurden Brigitte Haller und Irmgard Riedlinger für ihre langjährigen Dienste im Ehrenamt mit der Landesehrennadel Baden-Württemberg ausgezeichnet.

In der Jahreshauptversammlung wurde Ortsvorsitzender Hans Mroczek nach 10jähriger Amtszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt und gab sein Amt an Günther Schrettinger ab.

Martin Stanjo wurde als neuer Bereitschaftsleiter gewählt. Seine Stellvertreter wurden Klaus Groth und Klaus Heim.

Auf Grund der Umbauarbeiten der Kreisgeschäftsstelle in der Hallendorferstraße mussten die drei Garagen geräumt werden. Die Fahrzeuge und Anhänger wurden am DRK-Heim und privat auf Grundstücken abgestellt.

Mit einem symbolischen Spatenstich begannen die offiziellen Bauarbeiten für die neue zentrale Unterkunft im Kanalweg in Mühlhofen.
Seit Baubeginn erhielten Spendenwillige, die das Bauprojekt finanziell unterstützten, als Dankeschön einen symbolischen Baustein.

In den Sommermonaten wurde das neue DRK-Heim von der Zimmerei Egger und mit Unterstützung der aktiven Helferinnen und Helfer aufgebaut.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten fand im Juli eine große Wasserrettungsübung im Hafengelände in Unteruhldingen statt, bei der sich das DRK der Öffentlichkeit präsentierte.

 

Am 06. September wurde in der „Alten Fabrik“ in Mühlhofen das offizielle 125jährige Jubiläum gefeiert. Ortsvorsitzender Günther Schrettinger konnte viele geladene Gäste begrüßen. Ihre Dankesworte bestätigten die Leistungen des Ortsvereins und gaben Kraft und Ansporn für die kommenden zu bewältigenden Aufgaben. Brigitte Haller und Klaus Groth trugen die Chronik, untermalt mit Fotos aus den letzten 125 Jahren vor. In einer kleinen Ausstellung konnten Bilder, alte Uniformen, Bücher und Hilfsmittel begutachtet werden. Im Rahmen der Feier ehrte Bürgermeister Edgar Lamm Heinz Strobel mit der Bürgermedaille in Silber für sein ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde.

Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde, am darauffolgenden Sonntag, interessierten Besuchern die neue Unterkunft präsentiert. Das Erdgeschoss, welches als Fahrzeug- und Lagerhalle genutzt wird, wurde kurzfristig in ein gemütliches Café umfunktioniert.

Nach 57 Jahren wurde am 07.11.2013 das alte DRK-Heim in der Hohlgasse in Mühlhofen zum letzten Mal von Gustl Riedlinger abgeschlossen.

Nach der Bauabnahme des Untergeschosses im DRK-Heim konnte der Garagenbereich bezogen werden. Ab Dezember standen die Fahrzeuge wieder im Trockenen, was dem ganzen Einsatzmaterial nach der doch recht langen Zeit im Freien zu Gute kam.

2014

Ab Januar wurde die Helferpauschale eingeführt. Das heißt pro Helfer werden dem Veranstalter für die Übernahme des Sanitätsdienstes pro Stunde 8,00 Euro berechnet.

Klaus Groth erhielt für seine besonderen Verdienste im Ehrenamt beim Neujahrsempfang der Gemeinde von Bürgermeister Edgar Lamm die Landesehrennadel Baden-Württemberg.

Da der VW Bus erhebliche technische Mängel aufwies, wurde mit dem Verkaufserlös ein ausgemustertes Katastrophenschutzfahrzeug erworben. Es eignet sich gut als MTW, aber auch als Transport- und Materialfahrzeug.

2015

In der Jahreshauptversammlung wurde Klaus Groth als neuer Bereitschaftsleiter gewählt, Irmgard Riedlinger als Schatzmeisterin nach 27 Jahren verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. Als ihre Nachfolgerin wurde Martina Wanner gewählt.

2016

Der weitere Ausbau im Obergeschoss des DRK-Heims, der für die Schlussabnahme erforderlich war, stand im Fokus. Nachdem die Auflagen erfüllt waren, konnten die Räumlichkeiten offiziell für die Ausbildungsabende, das Jugendrotkreuz und die Breitenausbildung genutzt werden. Das Obergeschoss ist noch sehr spartanisch eingerichtet. Für einen Bodenbelag, eine Küche und weitere Einrichtungsgegenstände wie Schränke, Regale und Lampen fehlen noch die finanziellen Mittel.

2017

Günther Schrettinger wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sternen als 1. Vorsitzender verabschiedet und Klaus Groth zu seinem Nachfolger gewählt.

2018

Neue Uniformen für Rot-Kreuz-Helfer

Uhldingen-Mühlhofen (hk) Freude beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Die Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe (SEG) haben ihre neue Einsatz- und Schutzkleidung erhalten, die größtenteils über eine Spendenaktion finanziert worden ist. Die bisherige Kleidung war veraltet und entsprach nicht mehr der DRK-Kleiderordnung. „Es hat ein bisschen gedauert, bis jeder seine passende Jacke und Hose bekommen hat“, teilte Schriftführerin Brigitte Haller mit. „Somit kann jetzt die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten und die Sicherheit der Bevölkerung und die der Einsatzkräfte an 365 Tagen gewährleistet werden.“ [...].

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Quelle: Südkurier, Lokalausgabe Überlingen vom 13.06.2018

Autor: Holger Kleinstück